Der Schrebergarten hatte anfangs nichts mit einer Kleingartenanlage gemein. Der Name stammt von dem Arzt und Pädagogen Daniel Gottlob Moritz Schreber. Er führte die gesundheitlichen Probleme von Kindern auf Bewegungsmangel zurück und plante daher Spiel- und Tummelplätze.
Der erste Schreberverein wurde 1864 vom Leipziger Schuldirektor Ernst Innocenz Hausschild eingerichtet, der dafür eine große Wiese pachtete und sie Schreberplatz nannte. Der Anbau von Obst und Gemüse begann erst später in Form von Kinderbeeten am Rande der Spielplatz-Wiese, aus denen schließlich Familienbeete und 1870 einzelne Parzellen wurden.
Noch heute beherbergt das Vereinshaus des ersten Schrebervereins in Leipzig das deutsche Kleingärtnermuseum.